Blog
Überblick über Lactoferrin als natürlichen Immunmodulator – wie ein Milchextrakt unser Immunsystem modulieren kann

Lactoferrin nimmt aufgrund seiner antiviralen, antibakteriellen und immunmodulierenden Eigenschaften eine zentrale Rolle im angeborenen Immunsystem ein. Neugeborene nehmen das Immunprotein bereits über die Muttermilch auf, im Erwachsenenalter kommt er in geringen Mengen in verschiedenen Sekreten vor. Lactoferrin verfügt über vielfältige Funktionen, seine bedeutendste ist es aber, an zelluläre Komponenten des Virus und des Wirtes zu binden, sowie sich an Eisenionen zu heften.

Während einer akuten Infektion unterstützt Lactoferrin die Abwehr gegen den krankmachenden Keim und bei stillen Entzündungen kann es die Entzündungsreaktion reduzieren.

Therapeutisch kann Lactoferrin die Häufigkeit und Schwere der Infektionskrankheiten reduzieren, den Organismus bei Entzündungsprozesse unterstützen und es hat einen positiven Effekt auf den Eisenstoffwechsel und das Darmmikrobiom.

Unser Körper ist täglich krankmachenden Keimen ausgesetzt. Zusätzlich wird er mit Erregern aus der Umwelt, der Ernährung und vor allem Stress konfrontiert. Dementsprechend sollte unser Immunsystem unterstützt werden, welches eine Verteidigungslinie gegen eingedrungene Keime darstellt und auf dessen Signale das erworbene Immunsystem angewiesen ist, um in Aktion treten zu können.

Hier spielt Lactoferrin eine besondere Rolle.

Lactoferrin ist ein körpereigenes Protein und – älter als die Menschheit selbst – eine Ur-Substanz des menschlichen Immunsystems.

Bereits 2009 konnte man erste Studien über Lactoferrin (LF) lesen, das in der Lage war, schädliche Bakterien zu töten, und die Bifidobakterien zu vermehren. Es handelt sich dabei klassischer Weise um ein Glykoprotein, um ein winziges Teilchen aus Aminosäuren und speziellen Zuckermolekülen, welches zwischen schädlichen und unschädlichen Bakterien unterscheiden kann. Lactoferrin ist ein natürlich vorkommendes, sicheres, eisenbindendes,  ungiftiges Protein mit einer antiviralen, immunmodulatorischen und entzündungshemmenden Breitbandwirkung. Als eisenbindendes Protein kann es obendrein noch Eisen transportieren. Die höchsten Konzentrationen finden wir im Colostrum (= erste Muttermilch), auch die reife Muttermilch enthält noch relevante Mengen. Sie schützen das Neugeborene, mit seinen noch unausgereiftem Immunsystem, vor bakteriellen Infektionen und Entzündungen.

In geringen Mengen lässt sich Lactoferrin auch in Epithelzellen anderer Drüsengewebe, wie z. B Speichel, Tränenflüssigkeit und auf den Schleimhäuten nachweisen.

Lactoferrin als Modulator für unser Immunsystem

Der Begriff „immunmodulierend“ bedeutet so viel wie „eine physiologisch positive Beeinflussung der Immunreaktion, sodass ein unteraktives Immunsystem aktiviert und ein überaktives Immunsystem beruhigt wird. Es beeinflusst sowohl das angeborene als auch das erworbene Immunsystem. Lactoferrin hat tatsächlich die Eigenschaft, die Aktivierung, Migration und das Wachstum von Immunzellen hoch -und herunterzuregulieren und spielt eine wichtige Rolle gegen Bakterien, Pilze und Viren. Über Rezeptoren kommuniziert es mit dem Immunsystem und beeinflusst zahlreiche Prozesse wie Immunreaktionen und die Wundheilung. Aufgrund dieser Eigenschaften kann Lactoferrin den Entzündungsprozess und somit auch die Bekämpfung der Keime bei akuten Infekten unterstützen. Lactoferrin übernimmt also bei akuten Entzündungsgeschehen sowie bei stillen Entzündungen („silent Inflammation“) eine entzündungsauflösende Funktion und kann dadurch das Immunsystem unterstützen. Lactoferrin kann nicht nur als ein primärer Schutzfaktor gegen Schleimhautinfektionen angesehen werden, sondern auch als ein vielfältiger Regulator, der bei vielen viralen Infektionsprozessen interagiert. Die Fähigkeit von Lactoferrin, eine starke antivirale Aktivität auszuführen, bestätigt die Annahme, dass es ein wichtiger Schutzfaktor in der Schleimhautwand ist. Dadurch verhindert es den Eintritt des Virus in die Wirtszelle.  

Die entzündungsauflösende Wirkung

Ist eine Infektion überwunden, muss die Reaktion des Immunsystems und auch der Entzündungsprozess wieder reguliert werden. Diese Beendigung der Entzündung ist auch bei den sogenannten stillen Entzündungen („silent inflammation“) wichtig. Diese Entzündungen sind mit fast allen chronischen Erkrankungen unserer Neuzeit verbunden, wie Herz – Kreislauferkrankungen, metabolischen und neurologischen Erkrankungen, entzündlichen Darmerkrankungen, Erkrankungen der Lunge und der Gelenke, sowie Krebs verbunden sind.

Auch die Kollateralschäden müssen nach einer Entzündung unter Kontrolle repariert werden. Hier kann Lactoferrin eine gute Arbeit leisten, da es entzündungsauflösend wirkt. Diese Wirkung beruht auf der Fähigkeit des Lactoferrin, sich an das entzündungsfördernde Lipopolysaccharid (LPS) zu binden und es verhindert dadurch die Produktion der entzündungsfördernden Signalkaskade. Dadurch unterbricht es die starke oder andauernde Aktivierung von Immunzellen.

Auch eine Humanstudie hat bestätigt, dass die Gabe von Lactoferrin bei Entzündungen zu einer Reduktion von Entzündungsmarkern wie Interleukin 6 führt.

Ein weiterer entzündungsauflösender Effekt beruht auf der Tatsache, dass Lactoferrin in der Lage ist, Eisen zu binden. Diese Unterstützung des Eisenstoffwechsel erfolgt auf 2 Ebenen. Bei Entzündungen im Körper ist immer der Eisenstoffwechsel beeinträchtigt. Dies beruht zum einen darauf, dass die Eisenaufnahme im Darm bei intestinalen Entzündungen Im Darm durch die Dysfunktion der Darmschleimhaut verschlechtert wird. Eine Gabe von Lactoferrin kann Entzündungen verringern. Die sogenannten Phagozyten setzen am Entzündungsort auch reaktive Sauerstoffspezies frei, die nicht nur Bakterien töten, sondern auch körpereigenes Gewebe beschädigen. Die dieser Zerstörung werden Eisen – Ionen freigesetzt, welche zu einer weiteren Bildung freier Radikale beitragen können. Lactoferrin bindet hier die freien Eisen – Ionen und verhindert dadurch die Entstehung von oxidativem Stress. Es entfaltet seine entzündungshemmende Wirkung höchstwahrscheinlich durch eine Verbesserung der Eisenaufnahme über die Darmschleimhaut. Daher können Entzündungen immer auch die Eisenverteilung im Körper beeinträchtigen. Eine Gabe von Lactoferrin führt zu einer Verringerung der Entzündungen und gewährleistet den Transport von Eisen aus den Körperzellen in das Blut. Zudem zeigte sich, dass Lactoferrin eine Eisenmangelanämie besser ausgleicht, als die üblicherweise eingesetzten Eisensulfate, die gelichzeitig auch mit Nebenwirkungen behaftet sind.

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass die Eisenaufnahme aus der Nahrung oder ach Nahrungsergänzungsmitteln durch die gleichzeitige Einnahme von Lactoferrin verbessert werden kann.

Weitere Studien zeigen, dass Lactoferrin in der Lage ist, das Verhältnis und die Aktivität von T – Zellen zu steigern oder zu senken.

Lactoferrin und seine Wirkung auf Bakterien

Wie jeder Organismus, so benötigt auch eine Bakterie Eisen für ihren Stoffwechsel. daher nutzt das Immunsystem die Eliminierung von Eisen als Schutz vor Infektionen.

Bei einer akuten Infektion entfällt dieser Schutzmechanismus, Lactoferrin kann aber das entstandene Eisen binden und darüber hinaus tritt Lactoferrin in eine Wechselwirkung mit den Bestandteilen der bakteriellen Zellwand. Dadurch wird die Zellwand destabilisiert und sie macht sich angreifbarer für das körpereigene Enzym Lysozym. Diese Prozesse führen sowohl bei gramnegativen als auch grampositiven Bakterien zum Absterben.

Aber es fördert auch das Wachstum gesundheitsförderlicher Bakterien. Daher begünstigt es auch eine gesunde Zusammensetzung des Darmmikrobioms und fördert, sowohl bei Neugeborenen als auch bei Erwachsenen, eine gesunde Zusammensetzung des Darmmikrobioms. Dies zeigte auch eine klinische Studie zur Schmerzmittel – induzierten Gastroenteropathie. Dabei schwächte Lactoferrin eine Erhöhung der Durchlässigkeit des Dünndarms durch die Schmerzmittel ab, folglich konnte Lactoferrin auch ein Leaky Gut mindern. Für eine Aufrechterhaltung der Darmgesundheit ist auch für die Immunfunktion essentiell, da sich 70 – 80% aller Immunzellen im Darm befinden.

Lactoferrin und seine Wirkung auf Viren

In- vitro Studien zeigen antivirale Effekte von Lactoferrin gegen verschiedene Viren, wie z. B gegen Influenza, Rota, Adeno, Hepatitis, Herpes, und humanes Immundefizienz (HIV), Epstein Barr (EBV) und humanes Papillomavirus (HPV). Der Mechanismus dahinter ist die Blockade eines bestimmten Rezeptors auf der Wirtszelle. Dadurch wird die Bindung an die Wirtszelle und die Infektion verhindert.

Denselben Effekt hat aber auch eine direkte Bindung des Lactoferrin an die Wirtszelle. Lactoferrin hemmt dadurch die Virusvermehrung. Diese Mechanismen bestätigt auch eine Zellkulturstudie aus dem Jahr 2021 für die SARS -CoV – 2 Infektion. Das Ziel der Forschungsgruppe war es, effektive Substanzen gegen eine Coronainfektion zu identifizieren. In diesem Hochsubstanz Screening kamen 1.425 klinische Substanzen zum Einsatz aus der Molekularbibliothek der U.S Food and Drug Administration. Lactoferrin wurde dabei als wirksamste Substanz identifiziert. Die Autoren zogen daher den Schluss, dass Lactoferrin, aufgrund seiner breiten Verfügbarkeit, den vergleichsweise geringen Kosten und seines hervorragenden Sicherheitsprofils, eine direkte Anwendung zur Vorbeugung und Behandlung von COVID – 19 darstellen könnte.

Ein wichtiges Qualitätskriterium- der Reinigungsgrad

Alle Säugetiere produzieren Lactoferrin. Da das menschliche und das bovine (aus Kuhmilch) Lactoferrin nahezu identisch (chemisch ähnlich) sind, wird das Protein aus der Kuhmilch extrahiert.  Es wird  ressourcenschonend aus Kuhmilch gereinigt und in einem mehrstufigen, schonenden Aufreinigungsverfahren, aufbereitet, um Verunreinigungen herauszufiltern. Dadurch werden beispielsweise angeheftete Teile von Bakterien und deren Bestandteile entfernt.

Der Reinheitsgrad von Lactoferrin ist von höchster Relevanz, da die Verunreinigungen die Bioaktivität des Proteins beeinträchtigen können. Zu den möglichen Verunreinigungen gehört unter anderem auch LPS (Lipopolysaccharide): Zu den Funktionen von Lactoferrin gehört unter anderem auch, dieses zu binden. Ist Lactoferrin aber bereits mit diesem Störfaktor beladen, kann diese Funktion nach der Einnahme aber nur unzureichend erfüllt werden. In einer Studie mit schwangeren Frauen konnte gezeigt werden, dass Präparate mit einem hohen Reinigungsgrad die hämatologischen Parameter effektiver verbesserten, als andere. Eine andere Untersuchung von 10 unterschiedlichen kommerziellen Präparaten zeigte deutlich, dass ein Großteil der Präparate verunreinigt waren. Dementsprechend sollte nur ein Präparat zum Einsatz kommen, welches über eine Reinigungsgrad von über 90% verfügt. Darüber hinaus ist entscheidend, dass denaturiertes und somit inaktives Lactoferrin während der Reinigung abgetrennt wird. Da in der Milch, während der Pasteurisierung immer ein bestimmter Anteil denaturiert, sollte dieser im Endprodukt nicht mehr auftauchen. Die Wahl eines hochwertigen Lactoferrin Rohstoffes von geprüfter Qualität, ist entscheidend für die therapeutische Wirkung.

Um zu verhindern, dass Lactoferrin nach der Einnahme in der Magensäure unbrauchbar wird, sollte eine magensäurestabile Kapsel verwendet werden, damit es erst im Dünndarm aufgenommen wird, um dort sein volles Spektrum entfalten zu können. 

Literatur:

Vogel, H.(2012): Lactoferrin, a bird‘s eye view. Biochemistry and Cell Biology, Jun, 09(3): 233- 44.

Wakabayashi H., Oda H., Yamauchi K.( 2014):Lactoferrin for prevention of common viral infections. The Journal of Infection and Chemotherapy. 20 (11): 666- 71

Rosa L., Cutone A., Lepanto M.S, et al.(2017)Lactoferrin: A Natural Glycoprotein involved in Iron an Inflammatory Homeostasis. International Journal of Molecular Sciences. 15,18(9) 

Legrand D. Overview of Lactoferrin as a Natural Immune Modulator. J Pediatr. 2016 Jun;173 Suppl:S10-5. doi: 10.1016/j.jpeds.2016.02.071. PMID: 27234406.

Salaris C, Scarpa M, Elli M, Bertolini A, Guglielmetti S, Pregliasco F, Blandizzi C, Brun P, Castagliuolo I. Protective Effects of Lactoferrin against SARS-CoV-2 Infection In Vitro. Nutrients. 2021 Jan 23;13(2):328. doi: 10.3390/nu13020328. PMID: 33498631; PMCID: PMC7911668.

Kell DB, Heyden EL, Pretorius E. The Biology of Lactoferrin, an Iron-Binding Protein That Can Help Defend Against Viruses and Bacteria. Front Immunol. 2020 May 28;11:1221. doi: 10.3389/fimmu.2020.01221. PMID: 32574271; PMCID: PMC7271924.

Berlutti F, Pantanella F, Natalizi T, Frioni A, Paesano R, Polimeni A, Valenti P. Antiviral properties of lactoferrin–a natural immunity molecule. Molecules. 2011 Aug 16;16(8):6992-7018.

doi: 10.3390/molecules16086992. PMID: 21847071; PMCID: PMC6264778.

Schürmer, K, Wähler, R. (2022): Lactoferrin: Wie ein Milchextrakt Pathogene bekämpfen und das Immunsystem ausgleichen kann, Internationales Journal für orthomolekulare und verwandte Medizin, Sonderdruck 2022 Nr. 179, S. 3-9
 

Blog
6 Tipps wie du dein Darmmikrobiom in Schach hälst

Tipp 1: Stressreduktion (die Darm – Hirn Achse stört dein Darmmikrobiom)

Im ersten Teil der Darmserie habt ihr bereits von der Darm Hirn Achse gehört und wie dadurch Emotionen und Gefühle euer Darmmikrobiom beeinflussen können. Ein kaputter Darm kann sogar für Depressionen verantwortlich sein. 

Die Mikroben im Darm senden chemische Signale aus (Neurotransmitter und Hormone). die das Gedächtnis, Gefühle und Emotionen beeinflussen. 

Tatsächlich ist es so, dass die Verbindung zwischen Darm und Hirn in beide Richtungen funktioniert. 

Wer kennt das nicht? Wenn man in stressigen Situationen plötzlich auf das Klo muss?

Der evolutionäre Flucht – Kampfmodus sorgt dafür, dass man bestimmte Stoffe, wie Noradrenalin ausschüttet, welche wiederum die Darmdiversität beeinflussen können. 

Wie du chronischen Stress reduzieren kannst – mache ihn zu deinem Freund

Tipp 2: Intermittierendes Fasten (fördert das Wachstum von essenziellen Leitstämmen)

In Studien konnte festgestellt werden, dass während des Fastens schlechte Bakterien tendenziell schneller absterben als gesunde Bakterien, sodass sich diese wieder schneller erholen können. 

Eine Studie von 2019 zeigte, eine „signifikante Zunahme von A. muciniphila und B. fragilis nach dem Ramadan Fasten, die weitgehend als Hauptbestandteile eines gesunden Darmmikrobioms anerkannt sind.“

Die Autoren einer Studie aus dem Jahr 2021 kamen zu folgendem Schluss:“ Intermitttierendes Fasten führt zu einer erheblichen Umstrukturierung des Darmmikrobioms und einer Hochregulierung des Butyrat.“

Butyrat ist eine kurzkettige Fettsäure, die notwendig für unseren Darm ist und wird als Marker vor allem mit einem gesunden Darmmikrobiom in Verbindung gebracht.

Eine beliebte Methode ist das sogenannte 16:8 Intervallfasten. In 24 Stunden werden also 16 Stunden gefastet und 8 Stunden gegessen. 

Ich persönlich setze es folgendermaßen um: mein Abendessen nehme ich zwischen 17 – 18 Uhr ein und esse am nächsten Tag um 12 Uhr zu Mittag. 

In diesem Fenster des Fastens, trinke ich viel Tee, besonders Bittertees oder Wasser. 

ACHTUNG! Ein Kaffee mit Milch und Zucker gilt als Mahlzeit, ein schwarzer Kaffee ohne Zucker ist erlaubt. Bei manchen Menschen kann der Kaffee aber den Hunger ankurbeln. 

Tipp 3: Meiden von Alkohol, Rauchen und Drogen

Eine Studie von 2021 zeigte folgende Ergebnisse:

Toxische Stoffe im Zigarettenrauch stören das Gleichgewicht des Darmmikrobiota durch verschiedene Mechanismen. Unklar ist allerdings noch, welcher Stoff genau dafür verantwortlich ist, da Zigarettenrauch ein sehr komplexes Gemisch sind. 

Das könnte auch erklären, wieso Menschen, wenn sie mit dem Rauchen aufhören, mehr Appetit haben, oder warum Menschen, die Rauchen mehr Verstopfung haben.

Autoren eines 2019 erschienenen Review Artikels kamen zu folgendem Schluss:“ Die Darmmikrobiota stehen in engem Zusammenhang mit der Entwicklung und Ausbreitung von Leberschäden, bei Patienten, die viel Alkohol trinken.“

Tipp 4: Meiden von Fertigprodukten

Fertigprodukte sind eine Erfindung der Neuzeit, die Industrie hat es über Jahrzehnte so perfektioniert, dass die Produkte optisch ansprechend sind und so süchtig machend wie möglich, gestaltet werden. 

Sie sind süß, salzig, fettig und am besten noch crunchy oder cremig.

Getreide – und Milchprodukte verursachen zudem noch eine Aktivierung unserer Opioidrezeptoren im Hirn und verstärken somit die „Sucht“. 

Bei ihrer Produktion werden meist billige Rohstoffe verwendet und einen maximalen Profit zu erreichen. Von günstig und gesund war doch nie die Rede?

Viele Fertigprodukte enthalten durch die Verpackung, Herstellung oder den Anbau Gifte wie Phtalate, Bisphenol A, Schwermetalle wie Blei und Arsen oder unvorteilhafte Stoffe für unseren Darm wie Binde – und Konservierungsmittel.

Autoren einer Studie von 2019 kamen zu dem Ergebnis, dass „ein hoher Konsum von ultraverarbeiteten Lebensmitteln die Darmmikrobiota verändern und Entzündungen hervorrufen kann. Die Auswirkungen können sogar auf spätere Generationen übertragen werden. 

Hier meine persönlichen Tipps:

  • In meinem Haushalt gibt es keinen Industriezucker, bereits seit Jahren. Ich nutze in geringen Maßen Trockenfrüchte, Honig, Birkenzucker oder Kokosblütenzucker
  • statt entzündlichen Speiseölen und Margarine nutze ich zum Braten Butter oder Kokosöl. Olivenöl mit einem hohen Phenolgehalt verwende ich zum Verfeinern von kalten Gerichten und Salaten
  • Statt Brot aus dem Supermarkt, mache ich mein Brot oft selber. Meist echtes Sauerteigbrot, bei dem das Gluten und andere Antinährstoffe abgebaut wurden
  • Satt Cornflakes und Müsli verwende ich Bio Haferflocken, welche ich 12 – 24  Stunden in Wasser einweiche und dann auch aufkoche
  • Statt pasteurisiertem Joghurt gibt es selbstgemachtes mit Milchkefir
  • Als Milch nutze ich Kokosmilch, homogenisierte Ziegen- Schafs- oder Büffelmilch

Tipp 5: Verspeise den Regenbogen – Gemüse und Obst

Die DGE (deutsche Gesellschaft für Ernährung) empfiehlt den täglichen Verzehr von 5 Portionen Obst und Gemüse pro Tag. 

Tatsächlich finde ich diese Empfehlung sehr pauschal, denn es kommt auf die richtige Menge und die richtige Mischung an.

Sicherlich hast du bereits von Ballaststoffen, Präbiotika und Polyphenolen gehört. Diese befinden sich vor allen in Obst und Gemüse. 

  • Ballaststoffe: sind faserreiche Lebensmittel, die unverdaut bis in den Dickdarm gelangen. Dazu gehören: Broccoli, Karotten, Kartoffeln, Kohlsorten, Süßkartoffeln und Kochbananen. Sie bestehen aus langen, geschmacksneutralen Zuckerketten. Wissenschaftliche Studien konnten bestätigen, dass eine ballaststoffreiche Nahrung zu einer Senkung der Blutzuckerwerte von Diabetikern führen. Der Grund dafür ist, dass die Kohlenhydrate verzögert aus dem Darm in das Blut aufgenommen werden.
  • Präbiotika: sind eine spezielle Art von Ballaststoffen, leisten einen wichtigen Beitrag im Ökosystem des Darms und unterstützen somit unser Wohlbefinden. Präbiotisch sind folgende Lebensmittel: Chicoree´, Topinambur, Zwiebeln, Knoblauch, Schwarzwurzeln, Artischocken und Bananen. Sie dienen guten Bakterien als Energiequelle und fördern deren Wachstum und ihre Aktivität. Daraus können kurzkettige Fettsäuren produziert werden. Sie dienen der Darmschleimhaut als Energielieferant und halten die Barrierefunktion gegenüber schädlichen Keimen aufrecht.
  • Polyphenole: findet man in gut wie allen Obst – und Gemüsesorten. Als Polyphenole bezeichnet man eine Vielzahl an sekundären Pflanzenstoffen, z. B Resveratrol im Rotwein. Kräuter weisen einen hohen Polyphenolgehalt auf, z. B Pfefferminze, Oregano und Salbei. Polyphenole zählen auch zu den effektivsten Antioxidantien und schützen unseren Körper vor Stress. Polyphenole füttern auch die Leitkeimstämme und man kann sie daher auch als eine Art Präbiotika bezeichnen. 

Praxistipps:

  • mindestens 1 mal täglich einen bunten Salat, eine bunte Bowl, einen Smoothie oder einen bunten Gemüseteller. Gemüse sollte von allem etwas enthalten: Wildkräuter, Kräuter, Karotten, Kartoffeln, Kohlsorten, Süßkartoffeln, rote Beete. 

Tipp 6: Essen von fermentierten Lebensmitteln

Wissenschaftler der Stanford University kamen zu einem spannenden Ergebnis: Sie wollten herausfinden, ob Ballaststoffe und  fermentierte Lebensmittel gesünder sind. Sie konnten zeigen, dass eine ballaststoffreiche Ernährung nur wenige Einfluss auf das Immunsystem und praktisch keinen auf die Darmflora hat. Bei der fermentierten Kost war aber eindeutig folgendes zu erkennen: Eine kurze Zeitspanne reichte aus, um die bakterielle Vielfalt im Darm zu erhöhen. 

Die Diät wirkte sogar eine Zeit lang nach, die Bakterienflora war in der Gruppe, die fermentierte Lebensmittel aßen, deutlich verbessert.

20% der gemessenen Entzündungsbotenstoffe (einer davon war Interleukin – 6) im Körper der Teilnehmer sanken deutlich ab. 

Leider reicht das Essen von fermentierten Lebensmittel, bei Patienten mit bereits bestehenden Darmproblemen, als alleinige, therapeutische Intervention nicht aus. 

Was man dann machen kann, erfährst du im 3. und letzten Beitrag aus der Darmserie!

Literatur

Özkul C, Yalınay M, Karakan T. Islamisches Fasten führt zu einer erhöhten Häufigkeit von Akkermansia muciniphila und Bacteroides fragilis Gruppe: Eine vorläufige Studie zum intermittierenden Fasten. Turk J Gastroenterol. 2019;30(12):1030-1035. doi:10.5152/tjg.2019.19185

eingesehen am 06.01.2022 unter

Islamisches Fasten führt zu einer erhöhten Häufigkeit von Akkermansia muciniphila und Bacteroides fragilis Gruppe: Eine Vorstudie zum intermittierenden Fasten (nih.gov)

Junhong Su, Yueying Wang, Xiaofang Zhang, Mingfu Ma, Zhenrong Xie, Qiuwei Pan, Zhongren Ma, Maikel P Peppelenbosch, Remodeling of the gut microbiome during Ramadan-associated intermittent fasting, The American Journal of Clinical Nutrition,Volume 113, Issue 5, May 2021, Pages 1332–1342, https://doi.org/10.1093/ajcn/nqaa388

einsehen am 06.01.2022 unter

Umbau des Darmmikrobioms während des Ramadan-assoziierten intermittierenden Fastens | Das American Journal of Clinical Nutrition | Oxford Akademiker (oup.com)

Gui X, Yang Z, Li MD. Wirkung von Zigarettenrauch auf die Darmmikrobiota: Stand des Wissens. Front Physiol. 2021;12:673341. Veröffentlicht 2021 Jun 17. doi:10.3389/fphys.2021.673341

eingesehen am 06.01.2022 unter

Wirkung von Zigarettenrauch auf die Darmmikrobiota: Stand des Wissens (nih.gov)

Bajaj JS. Alkohol, Lebererkrankungen und die Darmmikrobiota. Nat Rev Gastroenterol Hepatol. 2019 Apr;16(4):235-246. doi: 10.1038/s41575-018-0099-1. PMID: 30643227.

eingesehen am 06.01.2022 unter

Alkohol, Lebererkrankungen und die Darmmikrobiota – PubMed (nih.gov)

Shi Z. Darmmikrobiota: Eine wichtige Verbindung zwischen westlicher Ernährung und chronischen Krankheiten. Nährstoffe. 2019 Sep 24;11(10):2287. doi: 10.3390/nu11102287. PMID: 31554269; PMCID: PMC6835660.

eingesehen am 06.01.2022 unter

Darmmikrobiota: Eine wichtige Verbindung zwischen westlicher Ernährung und chronischen Krankheiten – PubMed (nih.gov)

Wastyk HC, Fragiadakis GK, Perelman D, Dahan D, Merrill BD, Yu FB, Topf M, Gonzalez CG, Van Treuren W, Han S, Robinson JL, Elias JE, Sonnenburg ED, Gardner CD, Sonnenburg JL. Auf Darmmikrobiota ausgerichtete Diäten modulieren den menschlichen Immunstatus. Zelle. 2021 Aug 5;184(16):4137-4153.e14. doi: 10.1016/j.cell.2021.06.019. Epub 2021 Juli 12. PMID: 34256014.

eingesehen am 06.01.2022 unter

Auf Darmmikrobiota ausgerichtete Diäten modulieren den menschlichen Immunstatus – PubMed (nih.gov)

Blog
Dein Darm – der Wächter deiner Gesundheit Teil 1

Die größte Ursache für die Vielzahl an Darmproblemen unserer modernen Gesellschaft

Wenn du dich für diesen Beitrag interessierst, willst du deinem Darm etwas Gutes tun, oder du hast bereits konkrete, gesundheitliche Beschwerden. 

Einige davon sind:

  • Hautprobleme
  • andauernde Müdigkeit und Antriebslosigkeit
  • Allergien, Histaminprobleme oder Autoimmunsymptome
  • Verdauungsbeschwerden wie Durchfall oder Verstopfung
  • Blähungen oder Völlegefühl besonders nach dem Essen
  • erhöhte Infektanfälligkeit für Schnupfen oder Erkältungen
  • Kopfschmerzen oder Konzentrationsschwierigkeiten
  • Heißhungerattacken oder Übergewicht und vieles mehr

Millionen von Menschen leiden unter diesen Beschwerden, vielfach ist der Grund dieser Probleme eine einzige Ursache: Der Darm

Was ist die Ursache, dass rund 40% aller Menschen Darmprobleme haben? Und warum steigen Darmerkrankungen exponentiell an?

Der Darm dient nicht nur der Verdauung und der Aufnahme von Nährstoffen, sondern er ist auch an der Immunfunktion beteiligt. Konkret bedeutet dies, dass rund 70% des Immunsystems im Darm angesiedelt sind.

Ein optimales Verdauungssystem ist wichtig, um  die Nährstoffe aus der Nahrung optimal aufzunehmen. Diese liefern uns Energie und sind die Bausteine für die Heilung und die Reparatur.

Er ist aber auch eine Art Übergangsgrenze zwischen dem Körper und verschiedenen Einflüssen aus der Natur wie: Giftstoffen, Nahrungsbestandteile, Chemikalien, bakterielle  und virale Bestandteile und vieles mehr. Befinden sich diese Im Darm können sie noch nicht viel Unheil anrichten.

Schaffen sie es aber, das Barrieresystem des Darm zu durchdringen, weil er undicht oder entzündet ist, gelangen diese Schadstoffe in den Körper und können überall Entzündungen verursachen. Dieses Phänomen kennen wir auch unter dem Namen Leaky Gut, oder undichter Darm. 

Dadurch kann eine Virusinfektion sich schneller im Körper ausbreiten und auch zu einem schwereren Krankheitsverlauf führen. 

Die Ursache für einen undichten Darm ist immer dieselbe: Das Mikrobiom und der Darm befinden sich nicht mehr im Gleichgewicht. 

Das Mikrobiom besteht aus etwa 100 Billionen symbiotischer Mikroben. Jedes Mikrobiom ist so einzigartig, wie der Finderabdruck eines Menschen. 95% des Mikrobioms befinden sich im Darm und es kann bis zu 2 kg schwer sein. 

Die Bakterien helfen dem Darm bei der Verdauung und produzieren Hormone, Neurotransmitter, Fettsäuren, Vitamine und viele weitere Stoffe. Sie bewahren den Darm vor Infektionen und halten den pH Wert im Darm aufrecht. 

Dieses lebensnotwendige Zusammenleben nennen wir eine Symbiose. 

Wird dieses Gleichgewicht allerdings durch verschiedene Faktoren negativ beeinflusst, verändert sich die Darmflora negativ und wird sprechen von einer Dysbiose, einem Ungleichgewicht. 

Deshalb gilt:

Das Milieu muss im Gleichgewicht bleiben und genügend Biodiversität haben

Studien ergaben:

  • Menschen mit einer geringen bakteriellen Diversität, hatten mehr Probleme als Menschen mit einer größeren Diversität. Dazu zählten Beschwerden oder Erkrankungen wie: Darmbeschwerden, Verdauungsprobleme, Lebensmittelunverträglichkeiten, entzündliche Darmerkrankungen, Diabetes Typ 1 und 2, Hautbeschwerden, Arthrose, Verkalkungen der Gefäßwände. 
  • Auch die Langlebigkeit wird mit einer höheren Mikrobenvielfalt assoziiert

Merke dir:

Eine hohe Mikrobenvielfalt scheint allgemein ein guter Indikator für einen gesunden Darm und Langlebigkeit zu sein!

Der Darm darf natürlich auch mal ganz natürlich durchlässig sein, nur nicht immer, wie bei vielen Menschen. 

Ein chronisch undichter Darm ist ein Zustand, von dem ca. 50% der westlichen Bevölkerung betroffen ist. Das fatale daran ist, dass es viele oft nicht merken, da oft keine direkten Beschwerden auftreten, die mit dem Darm in Verbindung gebracht werden. 

Dieser Prozess passiert oft schleichend.

Was macht einen gesunden Darm überhaupt aus?

  • eine gute Mikrobenvielfalt
  • wenig unfreundliche Mikroben
  • eine starke Darmschleimhaut, die die Darmzellen schützt
  • starke Tight Junctions (enge Bindeglieder), die die Darmzellen zusammenhalten
  • wenig bis gar keine Darmentzündungen

Was passiert, wenn der Darm geschädigt wird?

Primär entsteht eine Dysbiose (Ungleichgewicht, weil zu viele schlechte Mikroben die Überhand übernommen haben. In diesem Fall gibt es weniger der sogenannten „Leitkeimstämme“. Sie leiten andere Bakterienstämme zu bestimmten Funktionen an. 

Die Aufgaben dieser Leitmikroben sind folgende:

  • die Mikroben kontrollieren und dafür sorgen, dass genügend gute Mikroben vorhanden sind
  • die Undurchlässigkeit der Darmwand sichern
  • Die Kommunikation zwischen dem Mikrobiom und den Darmzellen aufrechterhalten
  • Die Kommunikation zwischen de Immunsystem und dem Mikrobiom aufrechterhalten

Ist die Darmwand erst gestört, öffnet sie die Tür für weitere chronische Probleme, wie:

  • zu viele schlechte Mikroben können sich breit machen
  • Die Darmschleimhaut kann sich auflösen: Die Schutzschicht für die Darmzellen verschwindet und entzündet sich
  • der Darm wird durchlässig, auch Leaky Gut oder durchlässiger Darm, bezeichnet
  • zu viele unerwünschte Moleküle kommen durch die kaputte Darmwand in den Körper. Diese können sich überall verteilen und im gesamten Körper chronische Entzündungen hervorrufen (Silent Inflammation)
  • Das Immunsystem reagiert über und muss überall Brände löschen, kommt aber nicht mehr hinterher. 

Bei vielen Menschen können Krankheiten und chronische Leiden auf eine Störung der Darmflora zurückgeführt werden. Darunter gehören auch die Fettleibigkeit, entzündliche Darmerkrankungen und Darmkrebs, dieses Ergebnis ergab eine Studie aus dem Jahr 2014.

Da wir immer mehr den Zusammenhang zwischen Darm und chronischen Krankheiten verstehen, ist eine Modulation des Darmmikrobioms ein Thema, das auf ein großes Interesse stößt.

Besonders die Fettleibigkeit hat mit einem kaputten Darm zu tun.

Denn eines der Moleküle, das über den kaputten Darm passieren kann, ist in Studien zur Fettleibigkeit besonders häufig vorhanden, war das LPS (Lipopolysaccahride).

In einer Studie von 2010 konnte gezeigt werden, dass bei fettleibigen Menschen mit einer Fettleber,  erhöhte LPS Spiegel im Blut gemessen wurden. 

Wie du jetzt zu einer großen Mikrobenvielfalt kommst, erfährst du im 2. Teil der Darmserie. 

Literatur

Valdes A M, Walter J, Segal E, Spector T D. Rolle der Darmmikrobiota in Ernährung und Gesundheit BMJ 2018; 361 :k2179 doi:10.1136/bmj.k2179

eingesehen am, 04.01.2022 unter

Rolle der Darmmikrobiota in Ernährung und Gesundheit | Das BMJ

Kong F, Deng F, Li Y, Zhao J. Die Identifizierung von Darmmikrobiom-Signaturen, die mit Langlebigkeit assoziiert sind, bietet ein vielversprechendes Modulationsziel für gesundes Altern. Darmmikroben. 2019;10(2):210-215. doi: 10.1080/19490976.2018.1494102. Epub 2018 24. August. PMID: 30142010; PMCID: PMC6546316.

eingesehen am 04.01.2022 unter

Die Identifizierung von Darmmikrobiom-Signaturen, die mit Langlebigkeit assoziiert sind, bietet ein vielversprechendes Modulationsziel für gesundes Altern – PubMed (nih.gov)

Walsh CJ, Guinane CM, O’Toole PW, Cotter PD. Vorteilhafte Modulation der Darmmikrobiota. FEBS Lett. 2014 Nov 17;588(22):4120-30. doi: 10.1016/j.febslet.2014.03.035. Epub 2014 Mär 26. PMID: 24681100.

eingesehen am 04.01.2022 unter

Vorteilhafte Modulation der Darmmikrobiota – PubMed (nih.gov)

Citi S. Darmbarrieren schützen vor Krankheiten. Wissenschaft. 2018 Mär 9;359(6380):1097-1098. doi: 10.1126/science.aat0835. PMID: 29590026.

eingesehen am 06.01.2022 unter

Darmbarrieren schützen vor Krankheiten – PubMed (nih.gov)

Maes M, Kubera M, Leunis JC. Die Darm-Hirn-Schranke bei schweren Depressionen: Darmschleimhautfunktionsstörungen mit einer vermehrten Translokation von LPS aus gramnegativen Enterobakterien (Leaky Gut) spielen eine Rolle in der entzündlichen Pathophysiologie der Depression. Neuro Endocrinol Lett. 2008 Feb;29(1):117-24. PMID: 18283240.

eingesehen am 06.01.2022 unter

Die Darm-Hirn-Schranke bei schweren Depressionen: Darmschleimhautdysfunktionsstörung mit einer erhöhten Translokation von LPS aus gramnegativen Enterobakterien (Leaky Gut) spielt eine Rolle in der entzündlichen Pathophysiologie der Depression – PubMed (nih.gov)

Cao Y, Shen J, Ran ZH. Assoziation zwischen Faecalibacterium prausnitzii Reduction and Inflammatory Bowel Disease: A Meta-Analysis and Systematic Review of the Literature. Gastroenterol Res Pract. 2014;2014:872725. doi:10.1155/2014/872725

eingesehen, am 06.01.2022

Assoziation zwischen Faecalibacterium prausnitzii Reduktion und entzündlichen Darmerkrankungen: Eine Meta-Analyse und systematische Literaturrecherche (nih.gov)

Cani PD, de Vos WM. Nützliche Mikroben der nächsten Generation: Der Fall von Akkermansia muciniphila. FrontMikrobiol. 22. September 2017;8:1765. doi: 10.3389/fmicb.2017.01765. PMID: 29018410; PMCID: PMC5614963.

eingesehen am 06.01.2022 unter 

Nützliche Mikroben der nächsten Generation: Der Fall akkermansia muciniphila – PubMed (nih.gov)

Harte AL, da Silva NF, Creely SJ, et al. Erhöhte Endotoxinspiegel bei nichtalkoholischer Fettlebererkrankung. J Inflamm (Lond). 2010;7:15. Veröffentlicht 2010 Mär 30. doi:10.1186/1476-9255-7-15

eingesehen, 06.01.2022 unter 

Erhöhte Endotoxinspiegel bei nichtalkoholischer Fettlebererkrankung (nih.gov)