Blog Stressmanagement
Heilen mit Bakterien – eine Revolution?

Ich möchte mit dieser Reihe das Verständnis von Bakterien verändern. Es sind nicht die totbringenden Feinde, sondern es handelt sich schlichtweg um ein Übermaß in Ihrer Anzahl und Aktivität im Verhältnis zu ihrem Lebensraum. Gerät eine geringe Anzahl an Mikroben in unseren Körper, die nicht in den Körper gehören, z. B Salmonellen, passiert nicht viel. Geschieht dies aber in einer größeren Menge, oder ist der Mensch arm an Bakterien, kann dies das Gleichgewicht aus dem Lot bringen und der Mensch erkrankt.

In diesem ersten Teil beschäftige ich mich vorwiegend mit einer kurzen, geschichtlichen Entwicklung der Bakterien in der Medizin und in der Mikrobiologie.

Bereits 1949 sagte einer der Pioniere der Medizin:

“ Bakterien heilen kranke Menschen besser, natürlicher, nachhaltiger als alle Methoden, die gegen die Bakterien gerichtet sind. Bakterien heilen Krankheiten, die durch Bakterien verursacht werden.“

Über 120 Jahre galten Bakterien als Feinde der Menschen, die mit den raffiniertesten Mitteln und Technologien bekämpft werden sollten. Durch solche Strategien haben wir das Miteinander von Bakterien und Menschen auf der Welt zerstört. Zugleich berauben wir unseren Körper seiner gesunden Grundlage. Bakterien bilden im Menschen eine Gemeinschaft, seit kurzer Zeit nennen wir das Ganze: „Mikrobiom“.

Diese Gemeinschaft der Bakterien im Menschen bildet unter anderem eine Grundlage für Gesundheit. Fehlen die Bakterien, oder ist das Miteinander gestört, können Krankheiten entstehen.

Die Bakterienzusammensetzung bildet sich insbesondere durch seine Ernährung und durch ihren Ballaststoffgehalt. Diäten, Stress, ein Leben in einer psychischen Abhängigkeit, ein veränderter Lebensrhythmus und Ähnliches, sind in der Lage unser Mikrobiom zu verändern.

Um ein gestörtes Mikrobiom wieder in Gleichgewicht zu bringen, benötigt man unter anderem eine Zufuhr von Bakterien, sowie deren Ernährung und eine bewusste Gestaltung bakterienförderlicher Lebensumstände.

Anti (gegen) biotika (bios= Leben) wurden entwickelt, um Infektionskrankheiten auszurotten. Im Jahr 1962 schrieb der damalige Nobelpreisträger für Medizin, Frank Macfarlane Burnet folgendes:

„Die Beherrschung der Infektionskrankheiten stellt den überhaupt größten Erfolg dar, den der Mensch über seine Umwelt zu seinem Nutzen errungen hat. Dieser Erfolg (…) ein prinzipiell vollständiger.“

(Frank Macfarlane Burnet, 1962)

In Wahrheit nahmen die Infektionskrankheiten weltweit zu. Der größte Widerspruch entwickelte sich jedoch aus der Erfahrung mit den Bakterien, nämlich der Entwicklung von Resistenzen.

Eine Resistenz ist eine Überempfindlichkeit gegenüber der gewünschten Wirkung und ist eine natürliche Reaktion eines Lebewesens, das sich vor einer Gefahr schützen will. Bakterien sind lebensnotwendig.

Als erstes Antibiotikum kam 1910 Salvarsan auf den Markt. Bereits während seiner Erforschung wusste man von Resistenzen. Im Laufe der Zeit entwickelten sich sehr viel Antibiotikaresistenzen, sodass es zu einem Wettlauf der Antibiotika Entwicklungen gegen die Resistenzbildung der Bakterien kam. Als dann Methicillin auf den Markt kam, entstand auch DER Alptraum für Krankenhäuser und Altersheime: MRSA(Methicillin resistenter Staphylococcus aureus). Somit wurde nicht er Umgang mit Krankheiten, sondern der Umgang mit resistent gewordenen Bakterienstämmen zum größten Problem in Krankenhäusern, Altersheimen und Pflegeeinrichtungen. Und niemand machte sich Gedanken über Alternativen, die es auch gab. Diese Alternative beginnt für jeden bei sich selbst und ist machbar. Ein einfaches Umdenken: Bakterien sind nicht unsere Feinde. Wir haben ihnen unser Leben auf Erden zu verdanken und brauchen sie nicht zu bekämpfen.

Das 19. Jahrhundert brachte generell eine Weichenstellung in der Medizin mit sich: Zur üblichen Forschungstechnik wurde es, dass Dinge in immer kleinere Teile zerlegt wurden und man begann mit diesen Teilstücken zu experimentieren. Man verstand also die Welt als Summer diverser Teile. Es bürgerte sich auch ein militärisches Vokabular in der Mikrobiologie ein: So sprach man von “ angreifenden“ Bakterien, „Verteidigung“ durch ein waches Immunsystem, „Eindringlinge“, die durch „Antikörper“ in Schach gehalten werden müssen, und wenn die „Verteidigungslinie“ zu schwach ist, kommt es zu einer „Invasion“ „von Heerscharen“ an „Killern“. Denn diese „lauern“ in der Umgebung und „bedrohen“ den Menschen. Die Stoffwechselprodukte der Bakterien wurden gar als „Kampfstoffe“ bezeichnet und mikroskopieren galt als „Betrachten der Bakterien mit bewaffneten Augen“.

Will man Bakterien unbedingt im Zusammenhang mit Kriegen betrachten, so müsste eines auffallen: Bakterien waren zu allen Zeiten eher damit beschäftigt, Feldzüge, Belagerungen und Schlachten zu beenden. Denn Fleckfieber, Typhus, Diphterie und Cholera zwangen mehr Heere zum Frieden, als es der Mensch je vermochte.

Literaturnachweis

Zschocke, A. ( 2022): natürlich heilen mit Bakterien Gesund mit Leib und Seele, AT Verlag, S: 9-29

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Was kann ich tun, wenn plötzlich alles zu viel wird…

 

Das Leben ist oft wie eine Achterbahnfahrt – mal geht es rauf und manchmal runter, in einem rasanten Tempo, sodass es oft zu schnell ist. Auf dieser Achterbahnfahrt sollten sich Stress und Entspannungsphasen abwechseln.

Hier meine persönlichen Tipps, wie ich mit solchen Situationen umgehe:

1. Akzeptanz und Annahme

Wenn ich dir nur EINE einzige Sache mitgeben dürfte, wäre es diese hier: Den Status Quo zunächst einmal zu akzeptieren. Auch wenn ich gerne viel ändern würde, so kann ich leider nicht die Welt verändern. Ich erinnere mich dann daran, dass es erst einmal OK ist, dass ich gestresst bin. Ich darf gestresst sein. Schon alleine diese Form von Akzeptanz bringt eine enorme Erleichterung mit sich.

2. Klarheit über Prioritäten

Ich mache eine Bestandsaufnahme über die Dinge, die mich gerade stressen und setze mir dann Prioritäten. Sind die Dinge wirklich so wichtig oder steigere ich mich gerade nur in etwas hinein? Was ist das Wichtigste, das ich gerade tun oder klären darf? Was ist zweitrangig? Was darf erst einmal warten?

Facebook oder Telegramkanäle gehören nicht immer zu den Prioritäten. Wenn ich merke, dass sie mir nicht gut tun, entferne ich sie oder ziehe mich aus den Socials zurück.

3. Sport als Stressabbau

Stress ist angestaute Energie. Diese Energie lasse ich durch Sport und Bewegung frei fließen – ich „baue meinen Stress ab”. Ich komme mal „aus dem Kopf heraus” (denn dort, ist der Entstehungsort von Stress) und dafür mehr in meinen Körper. Durch die körperliche Aktivität kann ich im Anschluss viel besser in die Entspannung finden. Außerdem werden durch Sport Glückshormone im Gehirn freigesetzt.

Als Gewohnheit habe ich mir täglichen Sport (15 Minuten HIT Training) angewohnt. es tut nicht nur dem Körper, sondern auch dem Geist gut. Probiere doch mal nach dem Training eine Wechseldusche (warm/kalt) und dann kalt duschen. Es erfrischt auch deinen Geist und härtet deinen Körper ab.

Manchmal hilft es mir auch einfach durch den Wald zu spazieren und die Stille bewusst wahrzunehmen.

4. Mit meinen engsten Menschen reden

Manchmal tut es auch einfach nur gut, ein offenes Ohr bei Freunden oder Familie zu finden und sich den Stress von der Seele zu reden.

Auch, wenn sich objektiv gesehen, an meiner Situation dadurch nichts verändert hat, so fühle ich mich doch meist sehr viel entspannter danach.

5. Schritt für Schritt denken und abarbeiten

Das Leben ist kein Sprint, sondern ein Marathon. Der Marathon-Läufer konzentriert sich auch nicht auf den letzten Kilometer, sondern immer auf den aktuellen.

Ich habe zwar immer ein Ziel vor Augen – ein Bild vom großen Ganzen. Dennoch konzentriere ich mich immer erst auf den nächst kleinere Schritt. Dadurch fühlt es sich dann gar nicht mehr so schwer an, sondern doch eher locker und leicht.