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Partner Mitocare – warum genau diese Firma?

Mitocare hat eine sehr breit gefächerte Produktpalette, dadurch kann ich Menschen in den unterschiedlichsten Lebenssituationen unterstützend zur Seite stehen. Die Produkte wurden vom eigenen Wissenschaftsteam und Ärzten entwickelt. Mitocare achtet auf höchstmögliche Qualität und Bioverfügbarkeit. Für dein gesundes Leben, denn jeder Mensch verdient es gesund zu sein.

Die komplexen Präparate enthalten einen hoher Nährstoffgehalt mit synergetischer Wirkung, sie haben eine hohe Bioverfügbarkeit und es sind Reinsubstanzen in veganen Pullulan Kapseln, die aus Fermentation gewonnen werden. Sie sind freu von unnötigen Füll- und Hilfsstoffen.

Mito care erstellt hochwertige Produkte, die sich am uralten Wissen der Natur orientieren. Ihr einzigartiges Gesundheitsprinzip, die Causa Logica, basiert auf den Bausteinen des Lebens. Angefangen bei Mikro- und Makronährstoffen, bis hin zu komplexen Organsystemen.

Was ist die Causa logica?

Über Zellorganellen und die erste selbstständige Funktionseinheit der Zelle selbst, entwickelt sie sukzessiv die Organisationsebenen des menschlichen Körpers: Gewebe, Organe und letztlich Organsysteme. Dabei integriert sie die jeweils notwendigen Bausteine in Form von Mikro- und Makronährstoffen. TherapeutInnen können anhand dieses Schemas sowohl die momentanen Defizite eines Patienten identifizieren, als auch die geeignete Ebene der Intervention definieren. Die Causa Logica (CL) ist damit ein praktischer und effektiver Leitfaden für die ganzheitliche, orthomolekulare Therapie.

Ebene 1: Nährstoffe

In dem Wort „Vitamin“ steckt der lateinische Begriff „vita“, was „Leben“ bedeutet. Vitamine sind essentiell für lebenswichtige Stoffwechselfunktionen in unserem Körper, wie das körpereigene Immunsystem und das Wachstum. Da der Körper die Vitamine, bis auf wenige Ausnahmen, nicht selbst herstellen kann, ist der Organismus auf deren Zufuhr über die Nahrung angewiesen.

CL 01: Vitamine und Provitamine

Wichtig ist es, mit der Basis zu beginnen. Daher befinden wir uns Anfangs in der Mikro- und Makronährstoffebene. Damit unsere Zellen richtig funktionieren, benötigt der Körper bestimmte Nährstoffe, die man auch als Bausteine des Lebens bezeichnet. Dazu zählen Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, Lipide, Öle, Ketone, Aminosäuren, Peptide, Proteine und unsere Enzyme.

CL 09: Säure – Basen und Mineralstoffe

Ein ausgewogener Säure-Basen-Haushalt in unserem Körper ist für geregelte Stoffwechselvorgänge notwendig. Im Falle eines Ungleichgewichts können zahlreiche Ursachen wie Bewegungsmangel, Stress und Ernährung der Grund dafür sein. Demzufolge aktiviert der Organismus körpereigene Regulationssysteme, die eine Neutralisation der überschüssigen Säuren oder Basen und eine Entsorgung über die Ausscheidungsorgane einleiten. Dafür verwendet der Mensch verschiedene Entsorgungswege wie die Lunge, Nieren, Haut und Schleimhäute, die vor allem durch Mineralstoffe unterstützt werden.

CL 10: Proteine und Aminosäuren

Ein wesentlicher Bestandteil des Gewebes und der Zellen sind Aminosäuren. Aus ihnen werden Proteine synthetisiert, die für eine Vielzahl biologischer Funktionen verantwortlich sind. Im Vergleich zu den nicht essentiellen Aminosäuren, können essentielle Aminosäuren vom Körper nicht eigenständig synthetisiert werden. Aus diesem Grund ist die Zufuhr dieser Aminosäuren durch die Nahrung, z.B. durch Nahrungsergänzungsmittel, notwendig.

CL 11: Lipide und Öle

Natürliche Lipide und Öle sind lebensnotwendig für unseren Körper. Mehrfach ungesättigte Fettsäuren, wie Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren, sind essentiell für unseren Organismus und sollten durch die Nahrung oder Naturpräparate zugeführt werden.

Ebene 2: DNA

Alle Ebenen bauen aufeinander auf und greifen ineinander über. Du solltest nicht nur deine Mikro- & Makronährstoffe auffüllen, sondern dich gleichzeitig um deine DNA kümmern. Wir befinden uns daher als nächstes in der DNA Ebene.
Hierzu gehört die Zellteilung, die Nukleotide (Bausteine der DNA) und die Epigenetik. Die speziellen Labortests unserer MITO TherapeutInnen in Kombination mit unserem DNA Test Kit, bilden die Basis unserer Arbeit. Viele Schäden in der Genetik lassen sich durch bewusstes Umstellen verbessern.

CL 6: DNA; Zellteilung und Nucleotide

Nukleotide sind die Bausteine der DNA und der RNA. Während die DNA die genetische Information, also den vollständigen Bauplan für die Konstruktion und Funktion des gesamten Organismus enthält, dient die RNA u.a. als Überträger dieser Information. Sie haben die zentrale Aufgabe, die strukturellen, metabolischen und energetischen Funktionen der Zellen zu steuern. Nukleotide sind die wichtigsten Bausteine, die für eine Zellteilung zur Verdopplung der DNA gebraucht werden.

Ebene 3: Zellen

Das ganze System lässt sich wunderbar mit dem Baum des Lebens vergleichen. Nachdem wir die erste und zweite Ebene in Einklang gebracht haben, können wir unser Gesundheitssystem auf der Zellebene positiv beeinflussen. Worunter die Zelle am meisten leidet, ist Stress. Das Redoxsystem, der Säure-Basen-Haushalt und die Methylierung (Genregulation) sind meist aus dem Gleichgewicht. Außerdem spielen die Mitochondrien, die Kraftwerke der Zellen, eine bedeutende Rolle.

CL 4: Mitochondrien und Lebensenergie

Mitochondrien sind die „Kraftwerke“ der Körperzellen, die Energiewandler. Diese spezialisierten Zellorganellen produzieren das für die Zellenergie notwendige Molekül Adenosintriphosphat (ATP), indem sie die gebundene Energie der Nahrung in eine für die Zelle verwertbare Form (ATP) umwandeln. Diese Form der Energie wird für alle biochemischen Prozesse im Körper benötigt und ist damit essentielle Grundlage aller Vorgänge des Körpers.

CL 5. Redoxsystem und sekundäre Pflanzenstoffe

Für Reparatur- und Regenerationsmechanismen sind im menschlichen Organismus tausende verschiedene Redoxsysteme auf molekularer Ebene verantwortlich. Sie schützen die Zellen vor oxidativem und nitrosativem Stress. Zu der Gruppe der Antioxidantien zählen Vitamine, sekundäre Pflanzenstoffe und Enzyme.

Ebene 4: Organe

Über Zellorganellen entwickeln sich die Organisationsebenen des menschlichen Körpers: Gewebe, Organe und letztlich die Organsysteme. Auf der vierten Ebene kannst du Organen wie deiner Leber, deinem Herz und dem Blut wieder zu mehr Stabilität verhelfen. Hierzu zählt ebenfalls ein gesunder Darm, beziehungsweise das Mikrobiom, welches die Grundlage für ein starkes Immunsystem bildet.

CL 2: Herz, Gefäße und Blut

Das Herz und die Blutgefäße bilden das Herz-Kreislauf-System. Als funktionale Einheit versorgt dieses System die gesamten Zellen mit Sauerstoff und Nährstoffen, dient dem Abtransport von Abfallstoffen, der Immunabwehr, sowie dem Wärmeaustausch. Das komplette Herz-Kreislauf-System wird durch vielfältige Regelmechanismen gesteuert, welche z.B. Herzfrequenz, Gefäßwiderstand und die Mikrozirkulation dem aktuellen Bedarf anpassen.

CL 12: Flora und Fauna

Der Darm galt schon vor tausenden von Jahren in allen alten Kulturen als das Zentrum des Immunsystems und der Gesundheit. Eine gesunde Darmbarriere ist wichtig für eine sichere Aufnahme und Resorption der Nährstoffe und Flüssigkeiten. Sie sorgt für eine Aufrechterhaltung der Immuntoleranz und dient zugleich der Infektionsabwehr. 

CL 13: Leber und Schwefel

Die zunehmenden Umweltgifte können subjektiv oft nicht wahrgenommen werden und belasten den Organismus auf vielfältige Weise. Im Normalfall schafft es der Körper die Giftstoffe über Lunge, Leber und Nieren auszuscheiden. Schwefel ist ein unverzichtbarer Bestandteil vieler körpereigener Stoffe, wie zum Beispiel von Enzymen, Hormonen, oder essentiellen Aminosäuren. Wird über die allgemeine Ernährung nicht ausreichend Schwefel aufgenommen (z.B. aus Erdnüssen oder Fisch), kann die Supplementierung mit Nahrungsergänzungsmitteln eine sinnvolle Alternative sein.

Ebene 5: Regulation

Wir haben nun die gesamte menschliche Biologie aus ganzheitlicher Perspektive betrachtet. Nun befinden wir uns an der Spitze der Selbstregulation, den komplexen Systemen der menschlichen Physiologie. Dazu zählen dein Stoffwechsel, dein Hormonhaushalt, dein Immunsystem, dein Nervensystem und deine Psyche. Wenn du alle Ebenen davor in Einklang gebracht hast kannst du deinen Fokus auf die letzten Schritte lenken. Im besten Fall kann das Ergebnis ein harmonischer Körper mit ganzheitlicher Gesundheit sein. Wir begleiten dich auf deinem Weg mit unseren fein aufeinander abgestimmten Produkten.

CL 3: Zellmatrix und Stoffwechsel

Die Zellmatrix stellt das Bindegewebe in unserem Körper dar. Dieser Gewebebereich nimmt eine Schlüsselrolle als Mittler und Filter aller Austauschprozesse ein. Ernährungsgewohnheiten und Umwelteinflüsse können die Struktur des Zwischengewebes verändern. Die Basis aller Austauschprozesse bildet der körpereigene Stoffwechsel. Die Energie und Mikronährstoffe werden in Form von Nahrung aufgenommen und vom Stoffwechsel in eine organisch verwertbare Form gebracht.

CL 7: Neurotransmitter und Psyche

Das Nervensystem des Menschen verfügt über 10¹⁰ Nervenzellen (Neurone). Diese schütten Botenstoffe (Neurotransmitter) aus, um Signale weiterzuleiten. Je nach Art des Neurotransmitters erfolgt eine Erregung, oder eine Hemmung des Signals. Eine Vielzahl von Substanzen regulieren die Aktivität der Neurotransmitter. Spezielle Mikronährstoffe bilden die Grundlage für wichtige Neurotransmitter und haben dadurch einen erheblichen Einfluss auf den Gehirnstoffwechsel und die Psyche.

CL 8: Immunsystem

Das biologische Abwehrsystem unseres Körpers, das Immunsystem, dient im Allgemeinen dazu den Körper vor Gewebeschädigungen durch Krankheitserreger zu schützen. Eine Vielzahl verschiedener Organe und Zellsysteme sind an der Entstehung der Immunantwort beteiligt. Die Bildung der meisten Zellen im Blut findet im Knochenmark statt. Weitere Teilungs- und Reifungsprozesse führen zur Entwicklung verschiedener reifer Blutzellen. Schließlich übernehmen Erythrozyten und Blutplättchen sowie B- und T-Zellen wichtige Aufgaben in unserem Körper.

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Neue Partnerschaft mit Lab4more in München

Lab4more bedeutet mehr als nur die Messung von Laborwerten, wir bieten Ihnen zusätzlich eine ausführliche Befundinterpretation mit therapeutischen Hinweisen und Empfehlungen. Unser Untersuchungsspektrum ist abgestimmt auf explizite Fragestellungen der heutigen Zeit, wird kontinuierlich weiterentwickelt und angepasst an die Ansprüche fortschrittlich denkender Ärzte und Therapeuten. Wir beraten Sie umfassend, kompetent und individuell zur Diagnostik sowie zu therapeutischen Vorgehensweisen. Dazu bieten wir Ihnen regelmäßige Fortbildungen und Schulungen an. Lab4more steht insbesondere für einen hohen wissenschaftlichen Anspruch, für die Umsetzung innovativer Analytik durch stetige Entwicklung neuer Testverfahren und Einführung modernster Technologien.

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Heilen mit Bakterien – eine Revolution?

Ich möchte mit dieser Reihe das Verständnis von Bakterien verändern. Es sind nicht die totbringenden Feinde, sondern es handelt sich schlichtweg um ein Übermaß in Ihrer Anzahl und Aktivität im Verhältnis zu ihrem Lebensraum. Gerät eine geringe Anzahl an Mikroben in unseren Körper, die nicht in den Körper gehören, z. B Salmonellen, passiert nicht viel. Geschieht dies aber in einer größeren Menge, oder ist der Mensch arm an Bakterien, kann dies das Gleichgewicht aus dem Lot bringen und der Mensch erkrankt.

In diesem ersten Teil beschäftige ich mich vorwiegend mit einer kurzen, geschichtlichen Entwicklung der Bakterien in der Medizin und in der Mikrobiologie.

Bereits 1949 sagte einer der Pioniere der Medizin:

” Bakterien heilen kranke Menschen besser, natürlicher, nachhaltiger als alle Methoden, die gegen die Bakterien gerichtet sind. Bakterien heilen Krankheiten, die durch Bakterien verursacht werden.”

Über 120 Jahre galten Bakterien als Feinde der Menschen, die mit den raffiniertesten Mitteln und Technologien bekämpft werden sollten. Durch solche Strategien haben wir das Miteinander von Bakterien und Menschen auf der Welt zerstört. Zugleich berauben wir unseren Körper seiner gesunden Grundlage. Bakterien bilden im Menschen eine Gemeinschaft, seit kurzer Zeit nennen wir das Ganze: “Mikrobiom”.

Diese Gemeinschaft der Bakterien im Menschen bildet unter anderem eine Grundlage für Gesundheit. Fehlen die Bakterien, oder ist das Miteinander gestört, können Krankheiten entstehen.

Die Bakterienzusammensetzung bildet sich insbesondere durch seine Ernährung und durch ihren Ballaststoffgehalt. Diäten, Stress, ein Leben in einer psychischen Abhängigkeit, ein veränderter Lebensrhythmus und Ähnliches, sind in der Lage unser Mikrobiom zu verändern.

Um ein gestörtes Mikrobiom wieder in Gleichgewicht zu bringen, benötigt man unter anderem eine Zufuhr von Bakterien, sowie deren Ernährung und eine bewusste Gestaltung bakterienförderlicher Lebensumstände.

Anti (gegen) biotika (bios= Leben) wurden entwickelt, um Infektionskrankheiten auszurotten. Im Jahr 1962 schrieb der damalige Nobelpreisträger für Medizin, Frank Macfarlane Burnet folgendes:

“Die Beherrschung der Infektionskrankheiten stellt den überhaupt größten Erfolg dar, den der Mensch über seine Umwelt zu seinem Nutzen errungen hat. Dieser Erfolg (…) ein prinzipiell vollständiger.”

(Frank Macfarlane Burnet, 1962)

In Wahrheit nahmen die Infektionskrankheiten weltweit zu. Der größte Widerspruch entwickelte sich jedoch aus der Erfahrung mit den Bakterien, nämlich der Entwicklung von Resistenzen.

Eine Resistenz ist eine Überempfindlichkeit gegenüber der gewünschten Wirkung und ist eine natürliche Reaktion eines Lebewesens, das sich vor einer Gefahr schützen will. Bakterien sind lebensnotwendig.

Als erstes Antibiotikum kam 1910 Salvarsan auf den Markt. Bereits während seiner Erforschung wusste man von Resistenzen. Im Laufe der Zeit entwickelten sich sehr viel Antibiotikaresistenzen, sodass es zu einem Wettlauf der Antibiotika Entwicklungen gegen die Resistenzbildung der Bakterien kam. Als dann Methicillin auf den Markt kam, entstand auch DER Alptraum für Krankenhäuser und Altersheime: MRSA(Methicillin resistenter Staphylococcus aureus). Somit wurde nicht er Umgang mit Krankheiten, sondern der Umgang mit resistent gewordenen Bakterienstämmen zum größten Problem in Krankenhäusern, Altersheimen und Pflegeeinrichtungen. Und niemand machte sich Gedanken über Alternativen, die es auch gab. Diese Alternative beginnt für jeden bei sich selbst und ist machbar. Ein einfaches Umdenken: Bakterien sind nicht unsere Feinde. Wir haben ihnen unser Leben auf Erden zu verdanken und brauchen sie nicht zu bekämpfen.

Das 19. Jahrhundert brachte generell eine Weichenstellung in der Medizin mit sich: Zur üblichen Forschungstechnik wurde es, dass Dinge in immer kleinere Teile zerlegt wurden und man begann mit diesen Teilstücken zu experimentieren. Man verstand also die Welt als Summer diverser Teile. Es bürgerte sich auch ein militärisches Vokabular in der Mikrobiologie ein: So sprach man von ” angreifenden” Bakterien, “Verteidigung” durch ein waches Immunsystem, “Eindringlinge”, die durch “Antikörper” in Schach gehalten werden müssen, und wenn die “Verteidigungslinie” zu schwach ist, kommt es zu einer “Invasion” “von Heerscharen” an “Killern”. Denn diese “lauern” in der Umgebung und “bedrohen” den Menschen. Die Stoffwechselprodukte der Bakterien wurden gar als “Kampfstoffe” bezeichnet und mikroskopieren galt als “Betrachten der Bakterien mit bewaffneten Augen”.

Will man Bakterien unbedingt im Zusammenhang mit Kriegen betrachten, so müsste eines auffallen: Bakterien waren zu allen Zeiten eher damit beschäftigt, Feldzüge, Belagerungen und Schlachten zu beenden. Denn Fleckfieber, Typhus, Diphterie und Cholera zwangen mehr Heere zum Frieden, als es der Mensch je vermochte.

Literaturnachweis

Zschocke, A. ( 2022): natürlich heilen mit Bakterien Gesund mit Leib und Seele, AT Verlag, S: 9-29

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Gsund ist Mitglied im DNBGF (Deutsches Netzwerk für betriebliche Gesundheitsförderung)

Gesundheit ist ein hohes Gut und auch in der Arbeitswelt von großer Bedeutung. Von Maßnahmen zur betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF) profitieren sowohl die Belegschaft als auch Arbeitgebende. In Zeiten des Fachkräftemangels bedeuten solche Maßnahmen zudem einen Wettbewerbsvorteil zur Fachkräftegewinnung und somit auch wirtschaftlichen Erfolg. Das sind nur einige wenige Gründe, warum Arbeitgebende sich um die Gesundheit ihrer Beschäftigten kümmern sollten.

Um der Bedeutung der BGF gerecht zu werden, wurde vor fast 20 Jahren das Deutsche Netzwerk für betriebliche Gesundheitsförderung (DNBGF) auf Initiative des Europäischen Netzwerks für Betriebliche Gesundheitsförderung (ENWHP) ins Leben gerufen. Das Netzwerk hat sich zum Ziel gemacht, verschiedenste Akteure der betrieblichen Gesundheitsförderung sowie Interessierte miteinander zu vernetzen, BGF in Deutschland stärker zu verbreiten und die gesundheitsförderliche Gestaltung der Arbeitswelt unterstützen. Das DNBGF ist einer der zentralen Ansprechpartner in der betrieblichen Gesundheitsförderung in Deutschland und wird vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) und vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG) unterstützt.

Vor dem Hintergrund einer noch zu geringen Verbreitung von betrieblicher Gesundheitsförderung  in Deutschland soll die Kooperation zwischen allen nationalen Akteurinnen und Akteuren verbessert werden. Diesem Ziel dient das DNBGF.

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Überblick über Lactoferrin als natürlichen Immunmodulator

Bereits 2009 konnte man erste Studien über Lactoferrin (LF) lesen, das in der Lage war, schädliche Bakterien zu töten, und die Bifidobakterien zu vermehren. Es handelt sich dabei klassischer Weise um einen Nährstoff, um ein winziges Teilchen aus Aminosäuren und speziellen Zuckermolekülen, welches zwischen schädlichen und unschädlichen Bakterien unterscheiden kann. LF ist ein natürlich vorkommendes, sicheres, eisenbindendes,  ungiftiges Glycoprotein mit einer antiviralen, immunmodulatorischen und entzündungshemmenden Breitbandwirkung. Es kommt vor allem in der Milch der meisten Säugetiere vor, in größeren Mengen kommt es aber nur in der Muttermilch vor, und schützt das Neugeborene vor Bakterien und Viren.  

Lactoferrin ist ein körpereigenes Protein und – älter als die Menschheit selbst – eine Ur-Substanz des menschlichen Immunsystems. Die erste große Portion bekommt der Mensch über die Muttermilch verabreicht. Lactoferrin wird in kleinen Mengen vom Körper selbst produziert und kommt in nahezu allen Körperflüssigkeiten wie z. B. Tränen oder Speichel vor. Da das menschliche und das bovine (aus Kuhmilch) Lactoferrin nahezu identisch (chemisch ähnlich) sind, wird das Protein aus der Kuhmilch extrahiert. Alle Säugetiere produzieren Lactoferrin. Es wird  ressourcenschonend aus Kuhmilch gereinigt und in einem mehrstufigen, schonenden Aufreinigungsverfahren, aufbereitet, um Verunreinigungen herauszufiltern. Dadurch werden beispielsweise angeheftete Teile von Bakterien und deren Bestandteile entfernt. Um zu verhindern, dass Lactoferrin nach der Einnahme in der Magensäure unbrauchbar wird, sollte eine magensäurestabile Kapsel verwendet werden, damit es erst im Dünndarm aufgenommen wird, um dort sein volles Spektrum entfalten zu können. Zudem gehört Lactoferrin zur Gruppe der Transferrine, den sogenannten Eisentransportern. Es bindet Eisen und wird über eine Vielzahl von Rezeptoren in und zwischen Zellen, Serum, Galle und Liquor übertragen. Während viele Substanzen das Immunsystem hemmen oder aktivieren, hat Lactoferrin die Eigenschaft, es zu regulieren. Lactoferrin  hat nicht nur antimikrobielle Eigenschaften, sondern moduliert auch das angeborene und adaptive Immunantwort.

Lactoferrin hat tatsächlich die Eigenschaft, die Aktivierung, Migration und das Wachstum von Immunzellen hoch -und herunterzuregulieren und spielt eine wichtige Rolle gegen Bakterien, Pilze und Viren. Über Rezeptoren kommuniziert es mit dem Immunsystem und beeinflusst zahlreiche Prozesse wie Immunreaktionen und die Wundheilung. Lactoferrin kann nicht nur als ein primärer Schutzfaktor gegen Schleimhautinfektionen angesehen werden, sondern auch als ein vielfältiger Regulator, der bei vielen viralen Infektionsprozessen interagiert. Die Fähigkeit von Lactoferrin, eine starke antivirale Aktivität auszuführen, bestätigt die Annahme, dass es ein wichtiger Schutzfaktor in der Schleimhautwand ist. Dadurch verhindert es den Eintritt des Virus in die Wirtszelle.  Unser Immunsystem ist gemacht für ein mittleres Alter und weniger für das hohe Alter, das viele Menschen heute erreichen. Darüber hinaus stand es auch noch nie vor so vielen Herausforderungen wie Umweltbelastungen oder Alltagsstress. Hinzu kommt, dass wir uns im Vergleich zu unseren Vorfahren deutlich weniger bewegen. Auch in puncto Ernährung versorgen wir uns nicht immer ausreichend mit den Nährstoffen, die wichtig für uns sind. Das kann auf Dauer belastend sein und unser Immunsystem stark beanspruchen.   

Literatur:

Vogel, H.(2012): Lactoferrin, a bird‘s eye view. Biochemistry and Cell Biology, Jun, 09(3): 233- 44.

Wakabayashi H., Oda H., Yamauchi K.( 2014):Lactoferrin for prevention of common viral infections. The Journal of Infection and Chemotherapy. 20 (11): 666- 71

Rosa L., Cutone A., Lepanto M.S, et al.(2017)Lactoferrin: A Natural Glycoprotein involved in Iron an Inflammatory Homeostasis. International Journal of Molecular Sciences. 15,18(9) 

Legrand D. Overview of Lactoferrin as a Natural Immune Modulator. J Pediatr. 2016 Jun;173 Suppl:S10-5. doi: 10.1016/j.jpeds.2016.02.071. PMID: 27234406.

Salaris C, Scarpa M, Elli M, Bertolini A, Guglielmetti S, Pregliasco F, Blandizzi C, Brun P, Castagliuolo I. Protective Effects of Lactoferrin against SARS-CoV-2 Infection In Vitro. Nutrients. 2021 Jan 23;13(2):328. doi: 10.3390/nu13020328. PMID: 33498631; PMCID: PMC7911668.

Kell DB, Heyden EL, Pretorius E. The Biology of Lactoferrin, an Iron-Binding Protein That Can Help Defend Against Viruses and Bacteria. Front Immunol. 2020 May 28;11:1221. doi: 10.3389/fimmu.2020.01221. PMID: 32574271; PMCID: PMC7271924.

Berlutti F, Pantanella F, Natalizi T, Frioni A, Paesano R, Polimeni A, Valenti P. Antiviral properties of lactoferrin–a natural immunity molecule. Molecules. 2011 Aug 16;16(8):6992-7018.

doi: 10.3390/molecules16086992. PMID: 21847071; PMCID: PMC6264778.
 

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Fermentierter Knoblauch- die kleine Wunderwaffe

Seit langem wird Allium sativum (Knoblauch) präventiv in der Gesundheit eingesetzt. Unter anderem wurde der Knoblauch bereits vor 5000 Jahren in Ägypten, Griechenland, China und Indien eingesetzt.

Auch wir kennen ihn aus Großmutters Heilmittel vor allem im Bereich der Vorbeugung und der Genesung. Aber Knoblauch kann auch zu Therapiezwecken eingesetzt werden. er ist nämlich in der Lage, den Blutdruck und den Blutzuckerspiegel zu senken.

Doch diese Maßnahme ist nicht für jeden geeignet.

Der Wirkstoff im Knoblauch ist das Alliin (S-Allyl-L-Cysteinsulfoxid). Durch das Brechen, Schneiden und Quetschen des Knoblauchs kommt das Alliin mit dem Enzym Alliinase in Kontakt. Durch diesen Kontakt kommt es zur Umsetzung von Allicin, dieses wird wiederum in mehr als 100 wirksame Metaboliten umgewandelt. Allerdings ist dieses Gefüge sehr instabil und deshalb abhängig von der weiteren Verarbeitung. Sie kann die Zusammensetzung und die Wirksamkeit beeinflussen. Die Wirksamkeit nimmt ab, wenn Knoblauch erhitzt oder gelagert wird.

Seine einzigartige Kraft

Durch die Fermentierung kann die Konzentration aktiver schwefelhaltiger Inhaltsstoffe erhöht werden. Dabei wird der frischer Knoblauch wird bei höheren Temperaturen und höherer Luftfeuchtigkeit bis zu 20 Monate lang fermentiert. Während dieser Zeit färbt sich der Knoblauch dunkel.

Während der Fermentierung verliert der Knoblauch seinen starken Geruch und Geschmack, was für viele Menschen ein Vorteil gegenüber frischem Knoblauch ist. Darüber hinaus kann frischer Knoblauch manchmal gastrointestinale Nebenwirkungen verursachen. Dies ist bei fermentiertem Knoblauch nicht oder selten der Fall. Darüber hinaus wurden bis heute keine Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten beobachtet, und es ist sicher, ihn in höheren Dosen zu verwenden.

Die schwefelhaltigen Verbindungen schützen die Pflanze vor Krankheitserregern. Sie sind sozusagen natürliche Insektizide und können auch zur Stärkung unseres Immunsystems eingesetzt werden. Sie hemmen nachweislich das Wachstum gramnegativer und grampositiver Bakterien. Bei Pilzen und Hefen verursacht Knoblauch Schäden an den Zellmembranen und an den Zellorganellen. Er hemmt das Wachstum und tötet den Erreger. Knoblauchextrakt hat sich z. B auch als hilfreich gegen das Wachstum von Candida Pilzen erwiesen.

Zu seiner antimikrobiellen Wirkung hat Knoblauch auch einen positiven Einfluss auf unser Immunsystem. Er wirkt als Antioxidans, beeinflusst in positiver Weise die Aktivität von Makrophagen, Lymphozyten und natürlichen Killerzellen.

Die Anwendung von fermentierten Knoblauch

Die Wirkung von Alliin (S-Allylcystein) zu therapeutischen Zwecken ist in vielen Studien untersucht worden. So kann fermentierter Knoblauch für folgende Zwecke verwendet werden:

  • gegen hohen Blutdruck
  • gegen Einfluss von Sonnenlicht
  • zur Beeinflussung der Pathogenese und des Fortschreitens der Arteriosklerose
  • zur Unterstützung des Mikrobioms
  • zur Bekämpfung des kognitiven Alterns
  • zum Schutz der Lipidperoxidation
  • für einen leberschützenden Effekt
  • gegen Viren und Parasiten

Untersucht wird zudem ein kausaler Zusammenhang mit neurodegenerativen Krankheiten wie der Alzheimer-Krankheit untersucht. Vermutet wird, dass Alliin zu einer Reduktion der Neuroinflammation und einer Verringerung des Synapsenabbaus beitragen kann. Forscher vermuten auch ein großes Einsatzgebiet in der Prävention und der Therapie der Alzheimererkrankung.

Literatur

Ried K, Frank OR, Stocks NP. Aged garlic extract reduces blood pressure in hypertensives: a dose-response trial. Eur J Clin Nutr 2012; 67: 64–70.

Saravanan G, Ponmurugan P. Beneficial Effect of S-allylcysteine (SAC) on Blood Glucose and Pancreatic Antioxidant System in Streptozotocin Diabetic Rats. Plant Foods Hum Nutr 2010; 65: 374–378.

Bayan L, Koulivand PH, Gorji A. Garlic: a review of potential therapeutic effects. Avicenna J Phytomed 2014; 4: 1–14.

Lawson LD. Garlic: A Review of Its Medicinal Effects and Indicated Active Compounds. In: Phytomedicines of Europe. American Chemical Society, pp. 176–209.

Ali M, Thomson M, Afzal M. Garlic and onions: their effect on eicosanoid metabolism and its clinical relevance. 2000; 19.

Elosta A, Slevin M, Rahman K, et al. Aged garlic has more potent antiglycation and antioxidant properties compared to fresh garlic extract in vitro. Sci Rep 2017; 7: 39613.

El-Saber Batiha G, Magdy Beshbishy A, G. Wasef L, et al. Chemical Constituents and Pharmacological Activities of Garlic (Allium sativum L.): A Review. Nutrients 2020; 12: 872.

Ankri S, Mirelman D. Antimicrobial properties of allicin from garlic. Microbes and Infection 1999; 1: 125–129.

Li W-R, Shi Q-S, Dai H-Q, et al. Antifungal activity, kinetics and molecular mechanism of action of garlic oil against Candida albicans. Scientific Reports 2016; 6: 22805.

Kim K-M, Chun S-B, Koo M-S, et al. Differential regulation of NO availability from macrophages and endothelial cells by the garlic component S-allyl cysteine. Free Radical Biology and Medicine 2001; 30: 747–756.

Liu C-T, Su H-M, Lii C-K, et al. Effect of Supplementation with Garlic Oil on Activity of Th1 and Th2 Lymphocytes from Rats. Planta Med 2009; 75: 205–210.

Wang D, Feng Y, Liu J, et al. Black garlic (Allium sativum) extracts enhance the immune system. Med Aromat Plant Sci Biotechnol 2010; 1–4.

Kim HK. Garlic Supplementation Ameliorates UV-Induced Photoaging in Hairless Mice by Regulating Antioxidative Activity and MMPs Expression. Molecules 2016; 21: 70.

Behera J, Kelly KE, Tyagi N. Altered Non-Coding RNA-Histone Acetylation Regulatory Circuit Is Associated With Cognitive Impairment via Gut Dysbiosis in Aging Mice. The FASEB Journal 2019; 33: 714.3-714.3.

Munday JS, James KA, Fray LM, et al. Daily supplementation with aged garlic extract, but not raw garlic, protects low density lipoprotein against in vitro oxidation. Atherosclerosis 1999; 143: 399–404.

Ray B, Chauhan NB, Lahiri DK. The ‘aged garlic extract:’ (AGE) and one of its active ingredients S-allyl-L-cysteine (SAC) as potential preventive and therapeutic agents for Alzheimer’s disease (AD). Curr Med Chem 2014; 18: 3306–3313.

Mathew BC, Biju RS. Neuroprotective Effects of Garlic A Review. Libyan J Med; 12.

Blog Stressmanagement
Was kann ich tun, wenn plötzlich alles zu viel wird…

 

Das Leben ist oft wie eine Achterbahnfahrt – mal geht es rauf und manchmal runter, in einem rasanten Tempo, sodass es oft zu schnell ist. Auf dieser Achterbahnfahrt sollten sich Stress und Entspannungsphasen abwechseln.

Hier meine persönlichen Tipps, wie ich mit solchen Situationen umgehe:

1. Akzeptanz und Annahme

Wenn ich dir nur EINE einzige Sache mitgeben dürfte, wäre es diese hier: Den Status Quo zunächst einmal zu akzeptieren. Auch wenn ich gerne viel ändern würde, so kann ich leider nicht die Welt verändern. Ich erinnere mich dann daran, dass es erst einmal OK ist, dass ich gestresst bin. Ich darf gestresst sein. Schon alleine diese Form von Akzeptanz bringt eine enorme Erleichterung mit sich.

2. Klarheit über Prioritäten

Ich mache eine Bestandsaufnahme über die Dinge, die mich gerade stressen und setze mir dann Prioritäten. Sind die Dinge wirklich so wichtig oder steigere ich mich gerade nur in etwas hinein? Was ist das Wichtigste, das ich gerade tun oder klären darf? Was ist zweitrangig? Was darf erst einmal warten?

Facebook oder Telegramkanäle gehören nicht immer zu den Prioritäten. Wenn ich merke, dass sie mir nicht gut tun, entferne ich sie oder ziehe mich aus den Socials zurück.

3. Sport als Stressabbau

Stress ist angestaute Energie. Diese Energie lasse ich durch Sport und Bewegung frei fließen – ich „baue meinen Stress ab”. Ich komme mal „aus dem Kopf heraus” (denn dort, ist der Entstehungsort von Stress) und dafür mehr in meinen Körper. Durch die körperliche Aktivität kann ich im Anschluss viel besser in die Entspannung finden. Außerdem werden durch Sport Glückshormone im Gehirn freigesetzt.

Als Gewohnheit habe ich mir täglichen Sport (15 Minuten HIT Training) angewohnt. es tut nicht nur dem Körper, sondern auch dem Geist gut. Probiere doch mal nach dem Training eine Wechseldusche (warm/kalt) und dann kalt duschen. Es erfrischt auch deinen Geist und härtet deinen Körper ab.

Manchmal hilft es mir auch einfach durch den Wald zu spazieren und die Stille bewusst wahrzunehmen.

4. Mit meinen engsten Menschen reden

Manchmal tut es auch einfach nur gut, ein offenes Ohr bei Freunden oder Familie zu finden und sich den Stress von der Seele zu reden.

Auch, wenn sich objektiv gesehen, an meiner Situation dadurch nichts verändert hat, so fühle ich mich doch meist sehr viel entspannter danach.

5. Schritt für Schritt denken und abarbeiten

Das Leben ist kein Sprint, sondern ein Marathon. Der Marathon-Läufer konzentriert sich auch nicht auf den letzten Kilometer, sondern immer auf den aktuellen.

Ich habe zwar immer ein Ziel vor Augen – ein Bild vom großen Ganzen. Dennoch konzentriere ich mich immer erst auf den nächst kleinere Schritt. Dadurch fühlt es sich dann gar nicht mehr so schwer an, sondern doch eher locker und leicht.

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Gsund ist Mitglied der deutschen Gesellschaft für klinische Psychoneuroimmunologie (kPNI)

Die kPNI e.V. versteht sich als Interessenvertretung für Patienten, Therapeuten und Wissenschaftler aus dem Fachbereich der klinischen Psycho-Neuro-Immunologie. Die klinische Psycho-Neuro-Immunologie (kPNI) ist eine stetig wachsende fachübergreifende Wissenschaft, die sich mit den komplexen Zusammenhängen zwischen Gesundheit und Krankheit, bzw. den verschiedenen, ineinandergreifenden Systemen des menschlichen Körpers befasst und dieses Wissen in den klinischen Alltag integriert. Auf unseren Internetseiten erfahren Sie mehr über das Konzept klinische Psycho-Neuro-Immunologie, die Weiterbildungsmöglichkeiten über unsere Partner und das Expertennetzwerk.

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6 Tipps wie du dein Darmmikrobiom in Schach hälst

Tipp 1: Stressreduktion (die Darm – Hirn Achse stört dein Darmmikrobiom)

Im ersten Teil der Darmserie habt ihr bereits von der Darm Hirn Achse gehört und wie dadurch Emotionen und Gefühle euer Darmmikrobiom beeinflussen können. Ein kaputter Darm kann sogar für Depressionen verantwortlich sein. 

Die Mikroben im Darm senden chemische Signale aus (Neurotransmitter und Hormone). die das Gedächtnis, Gefühle und Emotionen beeinflussen. 

Tatsächlich ist es so, dass die Verbindung zwischen Darm und Hirn in beide Richtungen funktioniert. 

Wer kennt das nicht? Wenn man in stressigen Situationen plötzlich auf das Klo muss?

Der evolutionäre Flucht – Kampfmodus sorgt dafür, dass man bestimmte Stoffe, wie Noradrenalin ausschüttet, welche wiederum die Darmdiversität beeinflussen können. 

Wie du chronischen Stress reduzieren kannst – mache ihn zu deinem Freund

Tipp 2: Intermittierendes Fasten (fördert das Wachstum von essenziellen Leitstämmen)

In Studien konnte festgestellt werden, dass während des Fastens schlechte Bakterien tendenziell schneller absterben als gesunde Bakterien, sodass sich diese wieder schneller erholen können. 

Eine Studie von 2019 zeigte, eine “signifikante Zunahme von A. muciniphila und B. fragilis nach dem Ramadan Fasten, die weitgehend als Hauptbestandteile eines gesunden Darmmikrobioms anerkannt sind.”

Die Autoren einer Studie aus dem Jahr 2021 kamen zu folgendem Schluss:” Intermitttierendes Fasten führt zu einer erheblichen Umstrukturierung des Darmmikrobioms und einer Hochregulierung des Butyrat.”

Butyrat ist eine kurzkettige Fettsäure, die notwendig für unseren Darm ist und wird als Marker vor allem mit einem gesunden Darmmikrobiom in Verbindung gebracht.

Eine beliebte Methode ist das sogenannte 16:8 Intervallfasten. In 24 Stunden werden also 16 Stunden gefastet und 8 Stunden gegessen. 

Ich persönlich setze es folgendermaßen um: mein Abendessen nehme ich zwischen 17 – 18 Uhr ein und esse am nächsten Tag um 12 Uhr zu Mittag. 

In diesem Fenster des Fastens, trinke ich viel Tee, besonders Bittertees oder Wasser. 

ACHTUNG! Ein Kaffee mit Milch und Zucker gilt als Mahlzeit, ein schwarzer Kaffee ohne Zucker ist erlaubt. Bei manchen Menschen kann der Kaffee aber den Hunger ankurbeln. 

Tipp 3: Meiden von Alkohol, Rauchen und Drogen

Eine Studie von 2021 zeigte folgende Ergebnisse:

Toxische Stoffe im Zigarettenrauch stören das Gleichgewicht des Darmmikrobiota durch verschiedene Mechanismen. Unklar ist allerdings noch, welcher Stoff genau dafür verantwortlich ist, da Zigarettenrauch ein sehr komplexes Gemisch sind. 

Das könnte auch erklären, wieso Menschen, wenn sie mit dem Rauchen aufhören, mehr Appetit haben, oder warum Menschen, die Rauchen mehr Verstopfung haben.

Autoren eines 2019 erschienenen Review Artikels kamen zu folgendem Schluss:” Die Darmmikrobiota stehen in engem Zusammenhang mit der Entwicklung und Ausbreitung von Leberschäden, bei Patienten, die viel Alkohol trinken.”

Tipp 4: Meiden von Fertigprodukten

Fertigprodukte sind eine Erfindung der Neuzeit, die Industrie hat es über Jahrzehnte so perfektioniert, dass die Produkte optisch ansprechend sind und so süchtig machend wie möglich, gestaltet werden. 

Sie sind süß, salzig, fettig und am besten noch crunchy oder cremig.

Getreide – und Milchprodukte verursachen zudem noch eine Aktivierung unserer Opioidrezeptoren im Hirn und verstärken somit die “Sucht”. 

Bei ihrer Produktion werden meist billige Rohstoffe verwendet und einen maximalen Profit zu erreichen. Von günstig und gesund war doch nie die Rede?

Viele Fertigprodukte enthalten durch die Verpackung, Herstellung oder den Anbau Gifte wie Phtalate, Bisphenol A, Schwermetalle wie Blei und Arsen oder unvorteilhafte Stoffe für unseren Darm wie Binde – und Konservierungsmittel.

Autoren einer Studie von 2019 kamen zu dem Ergebnis, dass “ein hoher Konsum von ultraverarbeiteten Lebensmitteln die Darmmikrobiota verändern und Entzündungen hervorrufen kann. Die Auswirkungen können sogar auf spätere Generationen übertragen werden. 

Hier meine persönlichen Tipps:

  • In meinem Haushalt gibt es keinen Industriezucker, bereits seit Jahren. Ich nutze in geringen Maßen Trockenfrüchte, Honig, Birkenzucker oder Kokosblütenzucker
  • statt entzündlichen Speiseölen und Margarine nutze ich zum Braten Butter oder Kokosöl. Olivenöl mit einem hohen Phenolgehalt verwende ich zum Verfeinern von kalten Gerichten und Salaten
  • Statt Brot aus dem Supermarkt, mache ich mein Brot oft selber. Meist echtes Sauerteigbrot, bei dem das Gluten und andere Antinährstoffe abgebaut wurden
  • Satt Cornflakes und Müsli verwende ich Bio Haferflocken, welche ich 12 – 24  Stunden in Wasser einweiche und dann auch aufkoche
  • Statt pasteurisiertem Joghurt gibt es selbstgemachtes mit Milchkefir
  • Als Milch nutze ich Kokosmilch, homogenisierte Ziegen- Schafs- oder Büffelmilch

Tipp 5: Verspeise den Regenbogen – Gemüse und Obst

Die DGE (deutsche Gesellschaft für Ernährung) empfiehlt den täglichen Verzehr von 5 Portionen Obst und Gemüse pro Tag. 

Tatsächlich finde ich diese Empfehlung sehr pauschal, denn es kommt auf die richtige Menge und die richtige Mischung an.

Sicherlich hast du bereits von Ballaststoffen, Präbiotika und Polyphenolen gehört. Diese befinden sich vor allen in Obst und Gemüse. 

  • Ballaststoffe: sind faserreiche Lebensmittel, die unverdaut bis in den Dickdarm gelangen. Dazu gehören: Broccoli, Karotten, Kartoffeln, Kohlsorten, Süßkartoffeln und Kochbananen. Sie bestehen aus langen, geschmacksneutralen Zuckerketten. Wissenschaftliche Studien konnten bestätigen, dass eine ballaststoffreiche Nahrung zu einer Senkung der Blutzuckerwerte von Diabetikern führen. Der Grund dafür ist, dass die Kohlenhydrate verzögert aus dem Darm in das Blut aufgenommen werden.
  • Präbiotika: sind eine spezielle Art von Ballaststoffen, leisten einen wichtigen Beitrag im Ökosystem des Darms und unterstützen somit unser Wohlbefinden. Präbiotisch sind folgende Lebensmittel: Chicoree´, Topinambur, Zwiebeln, Knoblauch, Schwarzwurzeln, Artischocken und Bananen. Sie dienen guten Bakterien als Energiequelle und fördern deren Wachstum und ihre Aktivität. Daraus können kurzkettige Fettsäuren produziert werden. Sie dienen der Darmschleimhaut als Energielieferant und halten die Barrierefunktion gegenüber schädlichen Keimen aufrecht.
  • Polyphenole: findet man in gut wie allen Obst – und Gemüsesorten. Als Polyphenole bezeichnet man eine Vielzahl an sekundären Pflanzenstoffen, z. B Resveratrol im Rotwein. Kräuter weisen einen hohen Polyphenolgehalt auf, z. B Pfefferminze, Oregano und Salbei. Polyphenole zählen auch zu den effektivsten Antioxidantien und schützen unseren Körper vor Stress. Polyphenole füttern auch die Leitkeimstämme und man kann sie daher auch als eine Art Präbiotika bezeichnen. 

Praxistipps:

  • mindestens 1 mal täglich einen bunten Salat, eine bunte Bowl, einen Smoothie oder einen bunten Gemüseteller. Gemüse sollte von allem etwas enthalten: Wildkräuter, Kräuter, Karotten, Kartoffeln, Kohlsorten, Süßkartoffeln, rote Beete. 

Tipp 6: Essen von fermentierten Lebensmitteln

Wissenschaftler der Stanford University kamen zu einem spannenden Ergebnis: Sie wollten herausfinden, ob Ballaststoffe und  fermentierte Lebensmittel gesünder sind. Sie konnten zeigen, dass eine ballaststoffreiche Ernährung nur wenige Einfluss auf das Immunsystem und praktisch keinen auf die Darmflora hat. Bei der fermentierten Kost war aber eindeutig folgendes zu erkennen: Eine kurze Zeitspanne reichte aus, um die bakterielle Vielfalt im Darm zu erhöhen. 

Die Diät wirkte sogar eine Zeit lang nach, die Bakterienflora war in der Gruppe, die fermentierte Lebensmittel aßen, deutlich verbessert.

20% der gemessenen Entzündungsbotenstoffe (einer davon war Interleukin – 6) im Körper der Teilnehmer sanken deutlich ab. 

Leider reicht das Essen von fermentierten Lebensmittel, bei Patienten mit bereits bestehenden Darmproblemen, als alleinige, therapeutische Intervention nicht aus. 

Was man dann machen kann, erfährst du im 3. und letzten Beitrag aus der Darmserie!

Literatur

Özkul C, Yalınay M, Karakan T. Islamisches Fasten führt zu einer erhöhten Häufigkeit von Akkermansia muciniphila und Bacteroides fragilis Gruppe: Eine vorläufige Studie zum intermittierenden Fasten. Turk J Gastroenterol. 2019;30(12):1030-1035. doi:10.5152/tjg.2019.19185

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Islamisches Fasten führt zu einer erhöhten Häufigkeit von Akkermansia muciniphila und Bacteroides fragilis Gruppe: Eine Vorstudie zum intermittierenden Fasten (nih.gov)

Junhong Su, Yueying Wang, Xiaofang Zhang, Mingfu Ma, Zhenrong Xie, Qiuwei Pan, Zhongren Ma, Maikel P Peppelenbosch, Remodeling of the gut microbiome during Ramadan-associated intermittent fasting, The American Journal of Clinical Nutrition,Volume 113, Issue 5, May 2021, Pages 1332–1342, https://doi.org/10.1093/ajcn/nqaa388

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Umbau des Darmmikrobioms während des Ramadan-assoziierten intermittierenden Fastens | Das American Journal of Clinical Nutrition | Oxford Akademiker (oup.com)

Gui X, Yang Z, Li MD. Wirkung von Zigarettenrauch auf die Darmmikrobiota: Stand des Wissens. Front Physiol. 2021;12:673341. Veröffentlicht 2021 Jun 17. doi:10.3389/fphys.2021.673341

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Wastyk HC, Fragiadakis GK, Perelman D, Dahan D, Merrill BD, Yu FB, Topf M, Gonzalez CG, Van Treuren W, Han S, Robinson JL, Elias JE, Sonnenburg ED, Gardner CD, Sonnenburg JL. Auf Darmmikrobiota ausgerichtete Diäten modulieren den menschlichen Immunstatus. Zelle. 2021 Aug 5;184(16):4137-4153.e14. doi: 10.1016/j.cell.2021.06.019. Epub 2021 Juli 12. PMID: 34256014.

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